AUSWAHL IHRES AKITA-WELPEN UND SEINES ZÜCHTERS

 

Wenn die Entscheidung, einen Welpen zu erwerben gefallen ist, stellt sich ein nächstes Problem: Wo finden Sie den Akita-Welpen, den Sie sich wünschen? Sie haben sicher schon verschiedene Internet-Seiten von Züchtern konsultiert und einen ersten Eindruck gewonnen. Suchen Sie dennoch verschiedene Züchter persönlich auf, auch wenn die Anreise manchmal etwas weiter ist. Besuchen Sie diese nach Möglichkeit dann, wenn sie gerade keine Welpen haben, Sie vermeiden damit eine spontane Entscheidung - alle Welpen sind süss, vor allem kleine Akitas, die wie Teddybären aussehen. Behalten Sie einen klaren Kopf und nehmen Sie sich Zeit, bevor Sie sich für den Kauf eines Akita Inu entscheiden, mit dem Sie die nächsten 12 bis 15 Jahre Ihres Lebens verbringen werden.

 

Vergleichen Sie die Umstände und die Umgebung, in denen die Welpen aufwachsen. Sind alle Voraussetzungen für eine gute Sozialisierung gegeben? Ist für genügend Kontakt mit Menschen (Männer, Frauen, Kinder) und anderen Tieren (beispielsweise Katzen, wenn zu Ihrem Haushalt auch Katzen gehören) gesorgt? Werden die Welpen bereits mit verschiedenen Situationen und Umgebungen vertraut gemacht? Handelt es sich um eine Familienzucht, wo die Welpen im Haus aufwachsen, oder werden sie im Zwinger oder einer mehr oder weniger vom Wohnhaus entfernten "Welpenstube" aufgezogen? Wenn Sie einen Familienhund suchen, wird sich die Aufzucht im Haus sicherlich im Hinblick auf die Entwicklung der Welpen günstiger erweisen. Der Welpe wird schon an den Alltag im Haushalt (mit allen spezifischen Geräuschen etc) gewöhnt sein, wenn er zu Ihnen kommt.

 

 

Beobachten Sie auch die Mutter der Welpen sehr aufmerksam. Wie verhält sie sich Ihnen, Fremden, gegenüber? Eine ängstliche oder aggressive Hündin wird diese Eigenschaft an ihre Jungen weitergeben. Vergessen Sie auch nicht, dass die Anwesenheit eines Rüden (der nicht unbedingt der biologische Vater der Welpen sein muss) einen positiven Einfluss auf die Sozialisierung der Welpen haben kann, im natürlichen Rudel übernimmt der Rüde ab der 4. Woche einen Teil der Erziehungsarbeit, er vermittelt den Welpen die Grundbegriffe der Hierarchie. Dies entlastet die Hündin, wichtig vor allem bei einem grösseren Wurf. Wie reagiert dieser Rüde? Ist er Menschen gegenüber freundlich? Wie behandelt er die Welpen, wenn schon welche da sind? Falls die Hündin von einem anderen Rüden gedeckt wird oder wurde, sollten Sie sich auch nach diesem erkundigen, nach seinem Charakter, seinem gesundheitlichen Zustand, ... - eventuell bei dessen Besitzer.

 

Rüde Toshi unterstützt seine Halbschwester Yoko bei der Betreuung der Welpen
Rüde Toshi unterstützt seine Halbschwester Yoko bei der Betreuung der Welpen

 

Zögern Sie auch nicht, Fragen nach genetisch bedingten Problemen der Rasse zu stellen. Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen ein Züchter erzählt, bei ihm gäbe es keine Probleme. Ein verantwortungsbewusster Züchter ist über Erbkrankheiten der Rasse informiert. Er wird mit Sicherheit alles tun, um gesunde Welpen zu züchten, kann Ihnen aber leider niemals die Garantie dafür geben. Aber er wird gerne mit Ihnen in Kontakt bleiben und Sie beraten, wenn Sie hinsichtlich der Gesundheit Ihres Welpen/Ihres Hundes Fragen oder Sorgen haben.

 

Selbst wenn Sie - als verantwortungsbewusster künftiger Hundehalter - die Absicht haben, den Hund für ein langes Hundeleben bei sich aufzunehmen, kann es passieren, dass unvorhersehbare persönliche oder gesundheitliche Probleme Sie zwingen, sich von Ihrem vierbeinigen Freund zu trennen - für einen überschaubaren Zeitraum, oder für immer. Ein guter Züchter wird bereit sein, Ihnen beizustehen, um eine befriedigende Lösung zu finden. Wenn Sie den Hund wirklich nicht behalten können, wird er sein Möglichstes tun, den Hund gut unterzubringen, ihn notfalls (vorübergehend) zurücknehmen.

 

Und natürlich wird ein guter Züchter, der seine Hunde liebt, immer bestrebt sein, die Welpen bestmöglich unterzubringen. Es handelt sich also nicht um persönliche Neugier, wenn er Sie um Informationen über Sie selbst, Ihre Familie und die Lebensbedingungen und Lebensweise usw. bittet. Er wird sich freuen, mit Ihnen in Verbindung zu bleiben, um Neuigkeiten von "seinen" Welpen zu erfahren, aber auch um Sie, wenn Sie dies wünschen, mit Ratschlägen zur Erziehung und der Ernährung des neuen Familienmitglieds zu unterstützen.

 

Wenn Sie einen Züchter gefunden haben, zu dem Sie Vertrauen haben, erweist es sich bestimmt als sinnvoller, einen der nächsten Würfe abzuwarten, als kurzfristig einen Welpen von irgendwoher zu kaufen, der - wahrscheinlich schlecht sozialisiert - Ihnen nicht allzu viel Freude bereiten wird.