AKITA - GESCHICHTEN

Jagdszenen aus Bergerac

 

Renn- und Jagdspiele sind zu schön. Jeden Abend, wenn die Pferde und Esel auf die grosse Wiese galoppieren, rennen die Hunde auf der anderen Zaunseite begeistert mit.

 

Durchspringen um auf die Weide zu kommen, trauen sie sich nicht mehr; diese Lektion haben sie gründlich gelernt. Der Respekt vor dem Ponywallach sitzt tief, der vor dem elektrischen Schlag allerdings auch.

 

Nur, heute ist Alpha auf der Weide, das ist etwas ganz anderes. Überall, wo er sich draussen gerade befindet, ist sein Leibwächter Samouraï dabei. Der wartet schon ganz aufgeregt winselnd am Elektrozaun und denkt nach, wie er zu Herrchen kommen kann. Der Mensch mit den riesigen, herumtobenden Irren alleine auf der grossen Wiese! Was da alles passieren kann? Akita muss helfen!

 

Die Herde dreht begeistert ihre Runden, die Tiere springen dabei vor Vergnügen in die Luft und schlagen aus, wie Rodeopferde. Die kleine Eselin ist zu langsam und macht einfach kleinere Kreise, so geht's auch, schlau ist sie ja, Olive. Aladin, der Eselwallach, versucht erst gar nicht hinterher zu kommen, er flüchtet nur zur Seite, wenn die Dicken wieder auf ihn zupreschen.

 

Was ist denn das? Ein roter Fleck veschwindet im Gebüsch. Sami, Du wirst doch nicht? Da kommt die wilde Jagd erneut vorbei, sogar der Eselwallach rennt diesmal mit. "Wuff!", Samouraï saust blitzschnell aus dem Hinterhalt, super Timing! Aladin, der langsamste, springt vor Schreck zuerst zur Seite und macht dann kehrt. In dem Akita steckt wieder der Wolf, sein ererbter Instinkt liess ihn nicht nur das schwächste Tier erkennen, sondern auch, wann er aus der Deckung kommen muss, um es von der Herde abzusprengen. Der Esel galoppiert vorneweg, der Hund flitzt hinterher, in respektvollem Abstand, keine Gefahr für den Esel und auch nicht für Samis Kinnladen. Das Grautier kann nämlich mit den Hufen härter zuschlagen, als Mike Tyson in seinen besten Zeiten. Instinktsicher weiss Sami das.

 

Jetzt greift Herrchen gemeinerweise ein. "Samouraï, stop!" Sami stoppt wirklich ab - loben! - und sieht erstaunt zu Herrchen, gähnt dabei herzhaft - wieder loben! "Hierher!" Der Rüde trottet zufrieden grinsend in einem kleinen Bogen zu Herrchen - etwas langsamer als vorher natürlich und das ein oder andere Grasbüschel markierend - der Mensch würde ihn am liebsten .....( Zensur! ) ..... , aber dafür, dass er gekommen ist, muss er ihn natürlich tüchtig loben und knuddeln. Sami ist überzeugt, das hätte er sich redlich verdient. Ist schon echte Klasse, wie gut Akitas gehorchen.

 

Richtig sauer ist Aladin aber wegen der Jagd nicht, denn ein wenig später stehen Jäger und Gejagter jeder auf seiner Seite des Zauns und beschnuppern sich Nase an Nase. Ein Jeder zeigt jeder in seiner "Sprache": Wir mögen uns.

 

 

Sowohl Hunde als auch Esel verfügen über eine ausgeprägte Körpersprache. Beim Esel sieht man schon an seiner Ohrenstellung, ob er z.B. Angst hat, wütend ist oder neugierig usw.