GESCHICHTEN

erzählt von Heinz Penndorf

im Auftrag unserer Akita

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Hochverehrtes akitanisches Fachpublikum!

Das vorliegende Thema ist hochinteressant und topaktuell für jeden Canidenexperten im allgemeinen und für jeden Akitanologen im besonderen:

Wie konditionieren Akita?
oder konditionieren sie überhaupt im menschlichen Sinne?


Werte Zuhörer! Sicher denken Sie, ich habe mich versprochen. Es müsste heissen, "Wie werden Akita konditioniert?". Sie irren, ich will darüber reflektieren, wie diese besondere Spezies der Caniden uns, ja uns, die Homo Sapiens konditioniert, manipuliert und für ihre Belange schamlos benutzt.

Das Thema an sich ist hypersensibel, denn diese hochintelligenten Wesen werden ständig unterschätzt, dabei sind sie im im Behufe, die Herrschaft über die Homo Sapiens zu übernehmen, langsam, schleichend, so behutsam, dass dies nur die wenigsten derselben wahrnehmen und dann noch nicht einmal ernst genommen, ja sogar verlacht werden. Deren Befehle befolgen sie zwar meist, manchmal auch erst nach mehrmaliger Aufforderung - reines Täuschungsmanöver -, aber wenn sie Befehle an die Homo Sapiens erteilen, dann haben diese SOFORT und absolut kompromisslos befolgt zu werden. Wenn nicht, bestrafen sie mit einer Härte und Konsequenz, die dem Homo Sapiens, der vermeintlichen Krone der Schöpfung, absolut fehlt.

Sie wollen Fakten hören, Sie glauben das nicht: Gut, diesem Wunsch folge ich gerne. Aber, um zu vermeiden, dass Menschen ohne spezielle Akita-Kenntnisse von allzu drastischen Beispielen abgeschreckt werden, erlaube ich mir nur ein einziges zu nennen und hoffe darauf, dass dieses von Ihnen, hochverehrtes Fachpublikum mit Sachverstand und Augenmass ausgewertet wird.

Einige Jungrüden; knapp drei Monate jung, aus - sagen wir einfach mal Bergerac - sind sauber, absolut sauber. Niemals, niemals würden sie ihren "Welpenpark" verschmutzen. Sie hören perfekt auf ihre Halter, so wie es Akita nun mal tun, in Ruhe und "très zen". Aber ihre Befehle haben sofort befolgt zu werden, sofort, unmittelbar, auf der Stelle, ohne jede Diskussionsbereitschaft seitens der ansonsten Befehlenden! Widrigenfalls erfolgt die Höchststrafe auf dem Fusse! ... Wie bitte? Sie meinen, er beisst einfach zu? Nein, meine Dame, das wäre brachial, nicht subtil genug für diese hochintelligenten Jungcaniden..... Sie verfügen nämlich über ein Repertoire von wirksamen, aber manchmal auch sehr perfiden und drastischen Erziehungsmethoden. Hören sie einfach weiter!

Hat z.B. ein Welpe - nennen wir ihn mal Katsutoshi - ein kleines Bedürfnis, dann will er hinaus in den Garten - SOFORT -, nicht irgendwann später! Kommt der vermeintlich dumme Homo Sapiens diesem Befehl nicht SOFORT nach, dann straft er ihn gnadenlos ab. Wie? Nun, seinen Park verschmutzen kommt für ihn nicht in Frage, ein Akita ist doch kein Ferkel, nein, er hat DIE Lösung gefunden.

Er stellt sich auf die Hinterbeine, die Vorderbeine möglichst hoch am Gitter und .... ja, wie soll ich dies erklären? Er hat wohl erkannt, dass dann die Wurfparabel seines Strahls nicht schräg nach unten verläuft, also seinen Bereich beschmutzt, sondern schräg nach oben, was wiederum bedeutet, dass die entstehende Pfütze ausserhalb seines Welpenparks entsteht und er selber weiter im Trockenen liegt, zusätzlich aber noch das Gitter hoch oben parfümiert wird, so dass jeder dumme Fremdköter sofort merkt, welcher hochrangige Hund hier wohnt, eine perfekte und hochintelligente Lösung.

Dummerweise sind die pädagogischen Fähigkeiten eines akitanischen Jungrüden auch sehr effektiv, so dass die Wurfbrüder - ein geniales Wortspiel, wie ich mir schmeicheln darf, wenn man es zusammen mit dem Idiom Wurfparabel betrachtet - diesem Vorbild ihres Anführers allmählich nachstreben.

So werden die Homo Sapiens konditioniert, SOFORT, nachdem ein Jungrüde sich am Gitter aufrichtet, diesen zu nehmen und ins Freie zu tragen. Mehr noch, diese hochintelligenten, vierbeinigen Wesen haben gelernt, niemals ihr Letztes zu geben, so dass jederzeit, ja jederzeit eine Reserve zur Bestrafung eines unerwünschten Verhaltens des Homo Sapiens bleibt.....

....... und diese Spezies bildet sich immer noch ein, die Krone der Schöpfung zu sein.

Errare humanum est!


Copyright: Heinz Penndorf

 

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